Der Schaden kam scheinbar über Nacht. Ein geplatztes Rohr im unbeheizten Nebentrakt, meterweise durchnässter Estrich, ruinierte Technik, ein wütender Versicherungsnehmer. Der erste Gedanke: Frost. Unvermeidlich. Höhere Gewalt.
Doch je tiefer man gräbt, desto deutlicher wird: Viele Frostschäden sind keine Laune der Natur. Sie sind die Konsequenz aus unterlassener Wartung, fehlender Sanierung und technischem Stillstand – und sie beschäftigen Versicherer Jahr für Jahr mit hoher Schadenquote.
Frost trifft Gebäude, die zu lange nichts mehr erlebt haben
Gerade in älteren Liegenschaften, in kommunalen Gebäuden, leerstehenden Gewerbeeinheiten oder schlecht gewarteten Mehrfamilienhäusern zeigt sich das Problem: Leitungen verlaufen durch unbeheizte Schächte. Dämmstoffe sind porös oder gar nicht vorhanden. Abschaltbare Leitungsbereiche wurden nie nachgerüstet. Niemand weiß mehr genau, wo überhaupt welche Leitungen verlaufen.
Dann kommen die Nächte unter null. Der Druck steigt. Im wörtlichen Sinne.
Ein Schaden, der als „plötzlich und unerwartet“ gemeldet wird, ist in der Rückschau oft das Ergebnis langer technischer Nachlässigkeit. Die Feuchteflecken im Vorjahr. Der defekte Außenwasserhahn. Die abgedrehte Heizung im leerstehenden Erdgeschoss. Alles Hinweise, die da waren – aber ignoriert wurden.
Wenn Kälte die Schwachstellen sichtbar macht
Aus Sicht der Versicherung zählt: War der Schaden versicherbar? Und vor allem: war er vermeidbar?
Versicherer stellen sich zunehmend diese Fragen:
- Gibt es Hinweise auf bekannten Sanierungsstau?
- Wurde der technische Zustand regelmäßig geprüft und dokumentiert?
- Liegen Obliegenheitsverstöße vor – etwa unterlassene Sicherungsmaßnahmen bei Frostwarnung?
Denn: Frost allein reicht nicht als Begründung. Es braucht auch den Nachweis, dass der Gebäudebetrieb auf ein solches Ereignis vorbereitet war. Und genau hier setzen wir bei Condus an.
Die stille Folge eines Investitionsstaus
Ein Gebäude muss nicht baufällig sein, um frostanfällig zu sein. Schon kleine technische Versäumnisse können massive Wasserschäden auslösen:
- Eine unbeheizte Nebenleitung im Lager
- Ein Rohr, das zu nah an der Außenwand verläuft
- Eine Dämmung, die nie modernisiert wurde
In solchen Fällen wird aus einem Temperatursturz ein Versicherungsfall – oder eben keiner. Denn wenn Versicherer Hinweise auf lange bekannte Mängel finden, steht die Frage nach grober Fahrlässigkeit oder Mitverschulden im Raum.
Sachverständige klären, was wirklich passiert ist
Unsere Aufgabe als Sachverständige ist es, Licht ins Dunkel zu bringen – technisch, nachvollziehbar und gerichtsfest.
Bei Condus analysieren wir:
- Wo genau das Leck entstand – und warum
- Wie der bauliche und technische Zustand zum Schaden beitrug
- Ob die Leitung fachgerecht verlegt, gedämmt und gesichert war
- Ob externe Einflüsse – etwa mangelhafte Planung, Ausführung oder Wartung – vorliegen
Wir prüfen Material, Bautechnik, Temperaturverläufe, Plausibilität – und dokumentieren Ursachen, Vorschäden und mögliche Regresspfade. Besonders bei komplexen Frostschäden wird so aus einer einfachen Schadensmeldung ein fundiertes Gutachten.
Sie sind mit einem Frostschaden konfrontiert oder möchten Ihre Risiken vor dem nächsten Kälteeinbruch fachlich einordnen lassen?
Dann sprechen Sie mit uns. Wir helfen, Schäden besser zu verstehen – und künftig zu verhindern.
schaden@condus.de
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